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Das Amphitheater, um 100 n. Chr. wurde dessen älteste, aus
dem 1. Jh. stammende, noch aus Holz gebaute Anlage durch einen
Steinbau ersetzt. Unter den bekannten Amphitheatern nimmt die
Trierer Anlage in der Größe etwa den 10. Platz ein.
Mit ihren 18.000 Sitzplätzen war die Anlage so dimonsioniert,
daß sie auch die Zuschauer und Gäste aus dem Umland
aufnehmen konnte. Die in solchen Arenen stattfindenden Gladiatorenspiele
gehen auf einen etruskischen, religiösen Brauch zurück,
wurden von den Römern übernommen und fanden erstmals
um die Mitte des 3. Jh. v. Chr. in Rom statt. Sie waren 100 Jahre
später so beliebt, daß sie vom Volke anderen Veranstaltungen
vorgezogen wurden. Versuche im Laufe der Jahrhunderte, insbesondere
der christlichen Zeit, die Spiele zu verbieten, scheiterten bis
zum Jahre 404, im welchem Kaiser Honorius (395-423) durch Edikt
ihr Ende erreichte, nachdem er bereits 399 die Schließung
der Gladiatorenkasernen angeordnet hatte. Aber schon weit früher
hatte eine Mehrheit der Bevölkerung diese furchtbaren, jeder
Menschenwürde Hohn sprechenden Veranstaltungen abgelehnt.
Es ist auch heute noch nicht begreifbar, wie sich Menschen mit
der bekannt hohen Kultur an der niedrigsten und unmenschlichsten
Form der Unterhaltung ergötzen konnten. Gegen Ende des 2.
Jh. n. Chr. wurde das Theater in die Stadtbefestigung mit einbezogen
und im Westteil von der Stadtmauer überbaut. |