Die Kaiseraula - "Palatium"

 

Die Kaiseraula wie sie um das Jahr 380 ausgesehen haben könnte. Sie war eines der wichtigsten Trierer Bauwerke. Als kaiserlicher Thronsaal stand sie im Blickfeld des gesamten Imperiums, sie war Zentrale des Westreiches. Im Mittelalter diente sie den Bischöfen von Trier als Burg, wenn es wie so um Streitereien mit den weltlichen Fürsten ging.

 

 

Blick in das Innere der rekonstruierten Kaiseraula. - Von der einstigen Ausstattung ist der Fussboden aus schwarzem und weissem Marmor als einziges Teil in dieser Form gesichert. Die Marmorinkrustation an den Wänden ist nur durch die Reste und Spuren ihrer ehemaligen Befestigung belegt. Von den Wandnischen, ihren Säulen und Baldachinen (Ädikula) waren nur noch die in die Wand eingetieften Nischen, Spuren ihrer Befestigung und in einer die Reste von Mosaikranken auf Goldgrund erhalten. Der Rekonstruktionsversuch soll einen Eindruck der Grossartigkeit des Bauwerks vermitteln. Seine Dimension konnte die eintretenden Personen nachhaltig die kaiserliche Repräsentanz und Größe der Macht begreiflich machen.

 

Heute wird die Kaiseraula "Basilika" genannt und ist ein evangelisches Gotteshaus. Dieser Name stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist irreführend; der Bau hieß immer nur "Palatium" - Palast.

 

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