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Kaiserthermen, Grundrissplan der zweiten Bauperiode. - Nach der
Mitte des 4. Jh. ist die Bauanlage wahrscheinlich zum kaiserlichen
Wohnpalast umgebaut worden. Neben einigen Bauteilen im Westen
ist der gesamte Baukomplex östlich der Palaestra mit dem
Frigidarium entfallen. Das Tepidarium (1) wird zur Eingangshalle,
das Caldarium (2) könnte eine große Empfangs- und
Audienzhalle geworden sein. Im Nordwesten des Terrains entstand
eine neue Badeanlage mit einem kleinen Brunnenhof, die in ihrer
Größe dem Anspruch einer wohlhabenden Familie, etwa
der kaiserlichen entsprach. Die kleineren Räume (u) östlich
der Palaestra werden als Unterkunftsräume der kaiserlichen
Garde interprediert, welcher der Schutz der kaiserlichen Familie
oblag. Da die Keller- und Bedienungsräume, welche im Osten
der Anlage an das Caldarium anschlossen, weitgehend erhalten
blieben, darf angenommen werden, daß die Heizanlage auch
in der zweiten Bauperiode in Betrieb war und nach dem alten System
betrieben wurde. |