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Die Simeonskirche (Porta Nigra) mit Umgebung um 1500, von
Süden, Stadtinneren, gesehen. Die Porta Nigra überdauerte
das Unheil der Zeiten von allen römischen Großbauten
mit dem geringsten Substanzverlust. Diese Tatsache verdankt sie
einem frommen, in Sizilien geborenen Griechen namens Simeon.,
der wahrscheinlich nach 1030 eine Einsiedlerzelle in der Porta
Nigra einrichtete. Er war ein Freund Erzbischof Poppos von Babenberg
(1046-1047), der ihn anläßlich einer Pilgerfahrt zu
den heiligen Stätten in Palästina (zwischen 1028 und
1030) kennen lernte und mit nach Trier brachte. Schon bald nach
dem Tod des Eremiten im Jahre 1034 ließ Erzbischof Poppo
Simeon (1035) heiligsprechen und stiftete zu seinen Ehren ein
Kanonikerstift, das westlich der Porta Nigra erbaut wurde. Die
Porta Nigra selbst ließ er zu einer Doppelkirche, St. Simeon,
ausbauen.
Dieser Maßnahme verdankt das bedeutendste römische
Bauwerk auf deutschem Boden, daß es nicht gleich wie den
übrigen Stadttoren Triers wilder Stein- und Materialräuberei
zum Opfer fiel.
1804 verfügte Napoleon die Auskernung
der Porta Nigra bis auf die römische Bausubstanz. |