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<<Allem voran ein lukanischer Eber; Beim schmeichelnden
Südwind war er gefangen. Rings häuften sich scharfe
Rettiche, Salat, Radieschen, die Dinge, die reizen den matten
Magen, Rapunzel, Fischsud und endlich korsische Hefe. Als nun
weg dies geräumt, wischt hochgegürtet der Page ab mit
purpurnem Tuch die Tafel aus Ahorn. Dann kamen Vögel, Schaltiere,
Fische, die in sich bargen Geschmack, der weit vom bekannten
verschieden, dazu das Innere von Flundern und Steinbutt. Eine
Muräne wird aufgetischt zwischen schwimmenden Krebsen lang
auf der Schale gestreckt. Dazu der Gastgeber: Man fing sie trächtig,
da nach der Geburt sie schlechter sein wird im Fleische.....>>
(Horaz, Satiren II 8, Auszüge)
So schilderte der Poet Horaz ein Festmahl kurz vor der Zeitenwende.
Und auch andere Zeitzeugen berichteten, daß sich schon
zu Caesars und des Augustus' Zeiten die Tische unter der Last
der Köstlichkeiten bogen. Die Römer, in mur knapp 500
Jahren zur Weltmacht aufgestiegen, dinierten auch die Herren
der Welt. Kein Wunder, daß Rom bei anderen Mittelmeerländern
bald einen despektierlichen Namen erhielt. Die ewige Stadt, so
hieß es, sei der gefräßige <<Bauch der
Welt>>, den die übrigen Gegenden des Imperiums mit
einer Armada von Transportschiffen, die Lebensmittel aus dem
ganzen bekannten Erdkreis brachten, sättigen mußten.
Die reichen Römer waren auf den Geschmack gekommen, allzu
schnell vielleicht.
Ich werde hier in kürze Rezepte veröffentlichen
die ich anhand des Buches <<Kochen wie die alten Römer>>
nachgekocht habe. Dieses Buch von Hans-Peter von Peschke und
Werner Feldmann enthält 200 Rezepte nach Marcus Gaius Apicius,
von dem ein Kochbuch aus der Kaiserzeit erhalten ist.
Im Februar 2003 habe ich folgendes Menu für Freund gekocht.
Die Speisekarte habe ich zum Download bereit gestellt.
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