Die römische Frau

Das Leben eines römsichen Mädchens hing sehr von ihrem gesellschaftlichen Status ab. Die Tochter einer wohlhabenden Familie arbeitete nicht ausserhalb des Hauses, sie beschäftigte sich mit dem Haushalt, besuchte ihre Freundinnen, ging in die Bäder und führte generell ein deutlich freies Leben. Die Töchter von Ladenbesitzern und anderen Händlern konnten zur Arbeit im Familiengeschäft herangezogen werden.

Frauenkleidung

Frauen trugen eine stola, eine lose fallende lange Tunika. Darüber trugen sie eine palla, einen grossen rechteckigen Wollstoff, der um die Schultern gewickelt und oft auch über den Kopf gezogen wurde. Unter der Tunika trugen die eine ärmellose Untertunika und ein strophium, ein weiches Lederband um die Brüste. Mädchen und angesehen Frauen trugen keine Toga; eine römische Frau, die eine Toga trug, war entweder eine verurteilte Ehebrecherin oder eine Prostituierte.

Kosmetika

Für das Auftreten einer römsichen Frau spielten Kosmetika eine grosse Rolle. Cremes, Parfüms und Salben wurden im grossen Maßstab gehandelt und in kleinen Keramikgefässen, Glasphiolen und Alabastertöpfchen verkauft. Das Rot zum Färben der Lippen und Wangen wurde aus Ocker, aus einer flechtenartigen Pflanze namens ficus oder Mollusken gewonnen. Die Augen wurden mit Russ oder einem Puder aus Antimon umrandet; damit wurde auch die Form der Augenbrauen unterstrichen. Spiegel waren unabdingbar. Sie bestanden aus Metall das auf Hochglanz poliert war, und waren häufig auf der Rückseite kunstvoll verziert.

  Die palla, ein Frauenmantel. Meistens wurde der rechteckige Stoff über die linke Schulter drapiert, um den Rücken und unter dem rechten Arm hindurchgeführt, und der Rest über dem linken Arm getragen.

  Eine Frau in einer langen Tunika, die in der Taille und unter den Brüsten gerafft ist.   Eine Frau, die eine Tunika und eine palla trägt.

Frauenfrisuren aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.   Eine kunstvolle Frauenfrisur aus dem späten 1. Jahrhundert n. Chr.  

 

Hauptseite
Seitenindex

 zurück