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Marc Aurel, der Imperator Caesar Marcus Aurelius Antonius
Augustus, wurde am 26 April 121 n. Chr. in Rom geboren und starb
am 17. März 180 in einem Feldlager bei Wien. Die längste
Zeit seiner neunzehn währenden Herrschaft verbrachte er
im Heerlager, um die Barbarenstürme abzuwehren, die das
Römische Reisch erschütterten. Dabei wurde ihm die
Philosophie zur ständigen Begleiterin, sie half, die Last
des Regierungsgeschäftes zu tragen und mitten in der Rastlosigkeit
seines Schicksals die Heiterkeit und den Frieden eines inneren
freien Menschen zu bewahren. Marc Aurel ist der letzte Stoiker
der Alten Welt. Seine Selbstbetrachtungen, das Reiterstandbild
auf dem Kapitol in Rom und dei Markussäule auf der Piazza
Colona erinnern bis heute an sein Wirken.
In den Selbstbetrachtungen schildert er seine Jugend, charakterisiert,
was er seinen Verwandten den Lehrern verdankt, hinzu kommen aphoristische
Kernsätze über sein Leben und seine stoische Weltanschauung.
Ich habe hier einige Zitate aus dem philosophischen Werk zusammengetragen. |
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Ein Fluß des Geschehens, ein reißender Strom
ist die Zeit; alles wird, kaum in die Erscheinung getreten, auch
wieder mit fortgerissen, und ein anderes wird herbeigetragen,
um bald wieder weggeschwemmt zu werden. |
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Unterdrücke die bloße Einbildung; hemme die Leidenschaft;
dämpfe die Begierde, erhalte die leitende Vernunft bei der
Herrschaft über sich selbst. |
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Im Schreiben und Lesen kannst du nicht unterrichten, bevor du
es nicht selber gelernt hast; in der Lebenskunst noch viel weniger. |
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Wie leicht ist es, jede verwirrende oder unpassende Vorstellung
von sich abzuwehren und fortzuweisen und sofort wieder das seelische
Gleichgewicht zu erreichen. |
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Erwache und finde dich selbst wieder! Und wie du beim Wiedererwachen
erkennst, dass dich nur Träume beunruhigt haben, so sieh
auch wachend die Unannehmlichkeiten des Lebens nur als Träume
an. |
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Gewöhne dich auf die Rede eines anderen genau zu achten,
und versetze dich so viel wie möglich in des Redenden Seele. |
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Was in Zukunft sein wird, laß dich nicht anfechten. Wirst
de es ja doch, wenn es bestimmt ist, einst erleben, begabt mit
derselben Vernunft, die dir jetzt in der Gegenwart Dienste leistet. |
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