Die sieben Hügel

 

CAPITOLINUS

PALATIUM

AVENTINUS

CAELIUS

ESQUILINUS

VIMINALIS

QUIRINALIS

Karte der sieben Hügel Roms

 

 

Das Gelände, auf dem Rom entstehen sollte, lag in der Nähe der Tibermündung., wo die ausgedehnten Sümpfe zurücktraten und feste Ufer eine leichte Flußüberquerung ermöglichten. Kaum verwunderlich also, daß die sieben Hügel, auf denen sich die Stadt eins ausbreiten sollte, bereits in fernster Vergangenheit von Gemeinschaften bewohnt worden sind, die zwangsläufig diesem Punkt zustrebende Handelsbewegungen zu kontrollieren imstande waren. Diese Region muß für die frühen Siedler viele Vorzüge gehabt haben. Die sumpfigen Täler und steilen Hügel boten natürlichen Schutz, während auf den waldigen Hängen Schafe und Rinder in Frieden weiden konnten. Archaologische Zeugnisse, die tief unter dem Niveau der späteren Stadt gefunden wurden, lassen darauf schließen, daß sich die frühesten Dörfer irgendwann vor 800 v. Chr. auf Palatin, Quirinal, Viminal und Esquilin entwickelten. Durch tiefe Schluchten und sumpfige Täler voneinander getrennt , neigten sie zu einer isolierten Entwicklung und brachten individuelle Stile der Ornamentik und unterschiedliche Bestattungsbräuche hervor. Als die Bevölkerung zunahm, begannen sich vor etwas 700 v. Chr. die Siedlungen die Hügelhänge hinab auszudehnen, erstreckten sich hier und da über alte Begräbnisplätze, und um 625 v. Chr. wurden im Tal zwischen Kapitol und Palatin - dem Arenal des künftigen Forum Romanum - die ersten Hütten gebaut. Die einzelnen Gemeinschaften blieben nicht mehr lange isoliert. Das erste Stadium ihres Zusammenwachens spiegelt sich sehr wahrscheinlich in dem uralten Fest Septimontium wider, das jährlich am 11. Dezember gefeiert wurde und bei dem jede Gemeinschaft Opfer zu Ehren des Hügels darbrachte, auf dem sie lebte. Die Wahl eines allen gemeinsamen Festtags läßt darauf schließen, daß die einzelnen Dörfer nun - zum erstenmal - ein gewisses Maß an Zusammengehörigkeit zu empfinden begannen.

Von alters her wird behauptet, daß zwei der Hügel Roms, Quirinal und Kapitol von den Sabinern und die übrigen von den Latinern besiedelt worden seien. Die archäologischen Befunde bestätigen diese Trennung freilioch nicht. Einige Archäologen halten zumindest des Esquilin, auf dem die Friedhöfe erdbestatteter Krieger gefunden wurden, für die Heimstatt der Sabiner. Wie immer die Antwort lauten mag, Überlieferung und Archäologie sprechen gemeinsam für eine kulturelle und zweifellos auch politische Vielfalt unter den frühesten Siedlern der sieben Hügel.

 

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