Die Sieben Könige

Die Epoche der Monarchie, die - folgt man der Überlieferung- 244 Jahre (753-509 v. Chr.) dauerte, ist uns nur aus Mythen und Sagen bekannt, die während der Regierungszeit des Kaisers Augustus von dem Historiker Livius zu einem einzigen Bericht verschmolzen wurden. Für Livius spileten die Könige in der Entwicklung des Staates eine wesentliche Rolle. Das Volk sei zu dieser Zeit, so Livius, ein Haufen von Entwurzelten und Flüchtlingen gewesen, der ohne disziplinierendeMacht des Throns zeifellos auf das stürmische Meer der Volksherrschaft gesegelt wäre. Livius sah also in den Königen das Element des notwendigen verbindenen Zwangs, während sich die zusammengewürfelte Masse des Volkes auf dem Weg zur politischen Reife vorantastete. Es war die Geschichte dieser Entwicklung, die Livius zu erzählen versuchte, als er über die sieben Könige schrieb.

Rom unter der Monarchie. Die Karte zeigt die Ausdehnung der Stadt bis 509 v. Chr. und bereits einige größere Bauten:

die große Kloake (Cloaca Maxima), die erste Brücke über den Tiber, den kapitolinischen Jupitertempel, den Dianatempel, das Comjtium und die Curia Hostilia (Regierungsgebäude) sowie den ursprünglichen Circus Maximus.

 

Romulus 753-715 v. Chr.

Nach römischer Sage wurde die Stadt Rom am 21 April 753 v. Chr. von Romulus gegründet: Er war es, der das Septimontium-Fest einführte, das die einzelnen Dörfer vereinte. Während seiner Herrschaft erhielten Flüchtlinge in Rom Asyl und wurden an den Osthängen des Kapitol angesiedelt. Die neuen Siedler hatten jedoch unter Frauenmangel zu leiden. Das Problem wurde gelöst, indem man die benachbarten Stämme einschließlich der Sabiner zu einem Fest einlud und die jungen Frauen zurückbehielt.

Romulus wird die Schaffung vieler römischer Institutionen zugeschrieben, einschließlich des Senats, der Armee, des Kalenders und ses Auguren Kollegiums. Die meisten Legenden schildern ihn als ggroßen Wohltäter, wenngleich eine andere Version ihn auch als Tyrannen zeigt, der vom Senat getötet werden mußte. Allgemein aber lautet die Überlieferung, daß er während eines Gewitters in einer dichten Wolke von der Erde verschwand und ein Gott wurde.

Numa Pompilius 715-672 v. Chr.

Tullus Hostilius 672-641 v. Chr.

Ancus Marcius 641-616 v. Chr.

L. Tarquinius Priscus 616-579 v. Chr.

Servius Tullius 579-534 v. Chr.

L. Tarquinius Superbus 534-509 v. Chr.

 

 

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