Der Zerfall des Westreichs

 

 

Die großen Wanderbewegungen der Westgoten, Alanen, Sueben und Vandalen durch die römische Welt zerstörten die morsche Einheit des Westens. Innerhalb von etwa fünfzig Jahren seit dem ersten auftauchen der Westgoten an der Donau 375 zerfiel das Westreich. Afrika war an die Vandalen verloren, die Sueben hatten Teile Spanien besetzt, Westgoten sich in Südgallien niedergelassen, Britannien war von Sachsen überschwemmt worden, und in Germanien und dem Norden und Osten Galliens mußte man die Siedlungen von Franken, Alemannen und Burgundern dulden.

Nach der Absetzung des Kaisers Romulus Augustulus 476, ließ der Germane Odoaker (der ihn beseitigt hatte), den Kaiser des Ostens wissen, daß es nicht nötig sei, ihn zu ersetzen; er selbst werde sich der Reste des Westreichs annehmen. Damit hatte 1200 Jahre nach dem traditionellen Gründungsdatum Rom zu existieren aufgehört.

 
 

Das römische Reich unter Trajan 117 n. Chr. in seiner größten Ausdehnung

 

Im Jahr 395 n. Chr. wurde das Reich geteilt; die Grenzen des Ost- Und Westreichs sind eingezeichnet

 

Im Jahr 476 n. Chr. erlosch mit der Absetzung des Kaisers Romulus Augustulus das Weströmische Reich.

 

Als Justinian I. der Große 527 n. Chr. in Konstantinopel zur Macht gelangte, befand sich der gesamte Westen in den Händen der Barbaren.

 

 

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